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Shamans

„Shamans“ ist in zweifacher Sicht ein besonderes Spiel. Ganz oberflächlich betrachtet überzeugt es durch die grafische Aufmachung mit Illustrationen von Maud Chalmel, welche den mystischen Charakters des Themas wunderschön untermalen. Und zudem überrascht es mit der Kombination aus Stich- und sozialem Deduktionsspiel. Bedeutet hier: Die Schamanen kämpfen gegen die Schatten. Welcher Spieler zu welchem Team gehört, wird in jeder Runde neu ausgelost. Die Rollen der anderen zu erahnen und dabei die eigene geheim zu halten, macht den Reiz des Spiels aus.

Die Schatten gewinnen eine Runde, wenn ihre Figur das finale Feld eines Laufparcours erreicht. Nun sind es aber nicht die Schatten allein, die für deren Voranschreiten sorgen. Denn dann wären die Identitäten ja schnell geklärt. Nein, die Figur läuft für jede ausgespielte Karte vorwärts, die nicht der Farbe der ausgespielten Karten entspricht.

Taktische Möglichkeiten

Da es keine Bedienpflicht gibt, schürt jede Entscheidung Spekulationen. Und eröffnet taktische Möglichkeiten. Schatten bedienen, um nicht aufzufallen – und Belohnungen abzugreifen. Schamanen bedienen nicht, um keine Vorlage für Sonderaktionen zu geben.

Diese Aktionen werden ausgeführt, sobald alle Karten einer Farbe ausliegen. So kann beispielsweise jemand erdolcht werden. Fies! Doch gerade diese Momente stechen hervor, weil nun alle argumentieren, warum sie auf keinen Fall das Opfer werden sollten. Wobei besonders hinterlistige Gesellen auch mal Angehörige des eigenen Teams meucheln, um als alleiniger Gewinner der Runde dazustehen. Schließlich geht es nicht nur um Etappensiege, sondern um den Gesamtsieg: Wer hat zuerst acht Punkte?

Für wen Shamans eine Empfehlung ist

Seine Stärke entfaltet „Shamans“ vor allem im Spiel zu fünft. Denn dann kommen die Elemente der sozialen Deduktion zum Tragen und sorgen für Überraschungsmomente. In Dreierrunden indes entweicht die Spannung oftmals zu schnell. Eine Empfehlung ist „Shamans“ deshalb vor allem für Runden, die zumeist in Vollbesetzung zusammenkommen.

Shamans

  • Corax Games
  • Cédrick Chaboussit
  • 3 bis 5 Mitspielende
  • ab 10 Jahren
  • 40 Minuten
  • Jahrgang 2021

Meine Einschätzung: ★★★☆☆ (gut)

Veröffentlicht in Kennerspiele ★★★☆☆ (gut)

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