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Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Der Eine Ring muss weg. Also machen wir uns auf zum Schicksalsberg, um das Ding dort zu entsorgen. Zusammen schaffen wir das, oder? Nun, es lauern unterwegs bei „Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg“ – und das kann ich ohne zu spoilern sagen – einige Gefahren auf uns. Ob das Vorhaben gelingt, hängt nicht von unserem Plan ab, sondern vom Schicksal. Das ganze Abenteuer ist ein Zufallstrip.

Frodo und Sam sind die Ringträger – und als ein Aufsteller unterwegs. Sie werden begleitet von vier weiteren Figuren, die sie gegen böse Nazgûl oder Uruk-hai-Krieger beschützen sollen. Fällt ein Gefährte hinter die Ringträger zurück, kann er im Kampf nicht helfen. Und wer zu weit vorauseilt, ist ebenfalls außen vor im Falle eines Falles. Also: zusammenbleiben! Oder? Dazu später mehr.

Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Klar ist: Wir als Gruppe am Spieltisch steuern gemeinsam der Gruppe auf dem Weg zum Schicksalsberg. Eine feste Zuordnung von Spieler und Charakter gibt es nicht. Deshalb ist „Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg“ quasi ein Solospiel. Wir können unsere Entscheidungen absprechen, müssen es aber nicht.

Zwei schicksalhafte Würfelpaare

Wir haben Einfluss auf die Wahl der Würfel. Welche nehmen wir? Jede der fünf Farben steht dabei für eine bestimmte Figur. Wer dran ist, würfelt zwei ausgewählte Gefährtenwürfel plus zwei schwarze Begegnungswürfel – und paart Farbe mit Schwarz. Die beiden übrigen Würfel werden mit einem weiteren Gefährtenwürfel erneut verwendet, um noch ein Paar Farbe-Schwarz zu bilden. Die beiden Kombinationen werden dann nacheinander ausgewertet.

Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Die Augenzahl des Gefährtenwürfels gibt die Zugweite der entsprechenden Figur vor, der Begegnungswürfel entscheidet über die Karte, die an sechs nummerierten Plätzen (teils verdeckt) ausliegen. Und weil es Autor Michael Rieneck gerne fies mag („Die Tore der Welt“, „Hexer von Salem“), verheißen viele Karten nichts Gutes. Viele verwickeln uns in Kämpfe und lassen unsere Zuversicht schwinden. Doof. Denn ohne Zuversicht …

Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Immerhin treffen wir auch Freunde, die uns in späteren Zügen unterstützen. Und: Jede Begegnung mit einem Freund ist eine Begegnung weniger mit einem Bösen. Auf wen wir dabei stoßen, ist wegen der schicksalhaften Würfelergebnisse oft zufällig. Es gibt bei „Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg“ zwar Modifikationsmöglichkeiten, aber die sind eher rar. So trifft uns das Schicksal vor allem beim zweiten schwarzen Würfel oft hart. Ist die Zuversicht gänzlich verschwunden oder wird die Übermacht der Nazgûl zu groß, haben wir verloren.

Auf dem Weg zum Schicksalsberg

Unsere Zuversicht wächst, wenn wir mit einem Gefährten punktgenau ein Etappenziel erreichen. Kommen die Ringträger hier an, wird die Kartenauslage für den nächsten Abschnitt auf dem Weg zum Schicksalsberg erneuert. Neue Fieslinge, neue Freunde.

Das Ziel: der Schicksalsberg.

Wie also vorgehen? Bleibt die Gruppe beieinander, ist die Wahrscheinlichkeit höher, einen Kampf zu gewinnen. Aber: Das erfordert mehr Züge, also auch mehr Begegnungen, mehr Schicksalsschläge, Wie können wir die Zahl der Züge reduzieren? Versuchen, allein mit dem Ringträger einen Durchmarsch zum finalen Feld der Laufstrecke zu wagen. In Kämpfen sind wir dann meist chancenlos, aber die Taktik kann trotzdem hinhauen, weil es eben nicht mehr so viele Kämpfe gibt. Das Vorgehen hebelt die Spielidee zwar aus. Aber es verhindert auch, den Weg des Scheiterns in die Länge zu ziehen.

Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Meine Einschätzung: ★☆☆☆☆ (mäßig)

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Veröffentlicht in Spiele für alle ★☆☆☆☆ (mäßig)

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