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Escapemail – Staffel 1

Wer ist Joshua Jordan Fitzpatrick? In seinem Brief gibt er sich als mein Cousin aus. Zweiten Grades mütterlicherseits. Und er schreibt, dass er weiß, wo ein Schatz zu finden ist. Die Hinweise sind allerdings genauso rätselhaft wie seine Geschichte. Nun gut. Da sich im Umschlag nicht nur sein Anschreiben befindet, sondern eben auch die Hinweise enthalten sind, starte ich die Schatzsuche. Ein Escape-Room-Abenteuer, das Escapemail per Post verschickt. In ganz normalen Kuverts. Allein das macht es schon geheimnisvoll.

Die Escapemail-Idee kommt aus Kanada

Escapemail ist eine Idee, die Eric Reynolds und Paul Harvey im Jahr 2020 in Kanada umgesetzt haben. In Österreich gründeten nun Simon und Ingrid eine Firma, um diese Escape-Room-Reihe für den deutschsprachigen Raum anzupassen. Zwölf Episoden soll die erste Staffel umfassen. Teil 1 mit dem Namen „Familiengeheimnisse“ ist im Februar 2021 erschienen. Jeden Monat wird die Story um J.J. Fitzpatrick um eine Rätselfolge ergänzt. Was erwartet mich?

Escapemail

Der Briefumschlag ist mit unterschiedlichen Materialien gefüllt. In Episode 1 sind etwa Teile einer Landkarte, ein bedrucktes Tuch und ein Bindfaden dabei. Wer die Dinge aufmerksam studiert, findet den Ansatz dafür, wie er die Schatzsuche angehen sollte. Die Verschlüsselungstechniken sind nun nicht allzu ungewöhnlich, aber eben auch nicht trivial. Zugleich ist mitunter ein wenig Abarbeiten nötig, um den nächsten Schritt machen zu können.

Audiovisuelle Aufgaben

Doch Escapemail ist keineswegs nur analog unterwegs. Die Rätsel erfordern Zugang zu Mailprogramm und Internet. Diese Möglichkeiten nutzen die Autoren in Episode 2 beispielsweise, um audiovisuelle Aufgaben zu stellen. Auch die Story, die sich durch die Staffel ziehen soll, wird dadurch konkreter. Die ersten beiden Episoden hängen thematisch zusammen, sie lassen sich aber auch als eigenständige Fälle lösen.

Wer bei einem Rätsel nicht weiterkommt, erhält online Tipps. Praktischerweise genügt es, einen beiliegenden QR-Code zu scannen, um die Hilfen aufzurufen. Das funktioniert sehr gut. Für jede Aufgabe gibt es eine gestaffelte Unterstützung, sodass sich jeder an die Lösung herantasten kann. Um das in entsprechender Atmosphäre zu tun, kann im Hintergrund eine empfohlene Spotify-Playlist abgespielt werden.

Escapemail

Insgesamt bietet Escapemail – so der Eindruck nach den Episoden 1 und 2 – ein gut komponiertes Produkt an. Das zeigt sich auch in den Bezugsmöglichkeiten: die Fälle gibt es entweder einzeln oder im Abo. Dabei besteht jeweils die Wahl zwischen den Schwierigkeiten „normal“ und „schwer“.

Escapemail – Staffel 1

  • Escapemail
  • 1 bis 4 Spieler
  • ab 10 Jahren
  • 60 bis 90 Minuten pro Episode
  • Jahrgang 2021

Meine Einschätzung: ★★★☆☆ (gut)

Veröffentlicht in Spiele für alle ★★★☆☆ (gut)

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