Superhelden

Superhelden

  • Superhelden
  • Matt Hyra und Ben Stoll
  • Kosmos
  • 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahren
  • Bewertung: empfehlenswert

Zugegeben: In der Comic-Welt bin ich kaum über #Entenhausen und Gallien hinausgekommen. Das DC-Universum kenne ich nur aus wenigen Filmen. Und hier war es #Batman, dem ich ab und an über den Weg gelaufen bin. Andere Helden wie #Superman#GreenLantern oder #WonderWoman haben sich bei mir nie wirklich persönlich vorgestellt. Beziehungsweise hatten. Sie haben es in diesem Deckbauspiel nun nachgeholt. Und mit ihnen all die Schurken aus diesem Kosmos. Eine Welt, die mich nicht unbedingt packt, dafür aber umso mehr meinen Sohn. Und deshalb taugt Superhelden, um in die aus #Dominionbekannte Spielsystemwelt einzutauchen. Ein Eintauchen, das auch mir Spaß bringt und sogar Superkräfte verleiht. Die Währung heißt hier Power. Damit bändigt man Schurken, fügt seinem Superhelden Spezialfähigkeiten zu, kauft Ausrüstung oder reist zu mysteriösen Orten. Die meisten Karten bringen nicht nur Siegpunkte und Power, sondern lösen auch Aktionen aus. Andere Spieler erleiden Schwächeattacken oder müssen Karten abgeben, man selbst erhält oft weitere Vorteile. Das ähnelt eben sehr stark Dominion. Während ich das Spiel vor allem über Text und Symbolik begreife, prägt sich mein Sohn die Illustrationen ein. Ist das nicht auch irgendeine Superhelden-Fähigkeit…?

Yeti

Yeti

  • Yeti
  • Benjamin Schwer
  • Pegasus Spiele
  • 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahren
  • Bewertung: ordentlich

Das Würfelpech trifft nicht nur einen, sondern alle. Besser gesagt: Ein Schneesturm erwischt alle. Das Wetter kann sich niemand aussuchen. So eine Foto-Safari auf der Jagd nach dem Yeti im #Himalaya ist eben kein Sonntagsausflug. Hat jemand mehr als drei Schneesymbole gewürfelt, pausieren eine Runde lang die Würfel, welche die Schneesymbole Nummer vier, fünf, sechs oder sieben gezeigt haben. Coole Idee. Aber: Das kann so manchen Plan durchkreuzen, denn jeder Würfel weniger verringert die Möglichkeiten.

Dabei hätte doch jeder gerne von allen Symbolen immer so viele wie möglich: Sherpas, um den Berg hochzukraxeln. Zelte, um nicht wieder ins Basislager zurückkehren zu müssen. Spuren, um mit seiner Figur auf der Laufleiste den Abstand zum Yeti zu verkleinern. Je höher am Berg man die Spuren entdeckt, desto dichter rückt man dem Zielobjekt auf den Pelz. Und außerdem sind Münzen ganz toll, um Ausrüstung kaufen zu können (das ist vor allem zu Beginn sehr hilfreich). Oder um später Fotos vom Yeti zu machen; das bringt mich dem Schneemenschen auch näher. Insgesamt ist „Yeti“ eine launige Würfelei, die das Prinzip „Würfel einer Sorte pro Wurf rauslegen“ mit einem frischen Thema verknüpft. Nicht wirklich etwas aufregend Neues, aber es liefert solide Unterhaltung im Familienkreis. Je mehr Schneestürme es gibt, desto länger dauert das Einfangen des Yetis.

Schatzjäger

Schatzjäger Queen Games„Silvana die Füchsin“ kombiniert mit dem Schrumpftrunk ist ein unschlagbares Gespann, um in den Frostbergen die Belohnung für die kleinste Wertung zu bekommen. Vergleichbare Kombis gibt es auch für den Dschungel und die Lavahöhlen. Ansonsten aber bleibt die Spannung bei diesem nicht nur optisch ansprechenden Taktikspiel mit #Drafting-Mechanismus in jeder der fünf Runden hoch, bis die letzte der Zahlen- und Aktionskarten ausgespielt wurde. Grund: An den genannten Orten gibt es immer zwei Möglichkeiten, #Schätze einzusammeln. Entweder mit der höchsten Summe der farblich passenden Zahlenkarten. Oder mit der kleinsten. Mal verheißen die Schätze richtigen Reibach, mal nur Almosen. Und manche #Artefakte will niemand haben. Zudem vermitteln Schriftrollen Aufträge, deren Erfüllung sich richtig lohnen kann. Damit können auch Münzkarten im Wert explodieren wie Kurse von getypten Aktien. Somit kommt es beim Weitergeben der Karten nicht nur darauf an, in den Farben der drei Gebiete die gewünschte Min- oder Max-Wertung anzustreben, sondern auch seine Aufträge im Blick zu behalten. Und die der Gegner. Und dann sind da ja auch noch die #Goblins, die mit Wachhunden in Schach gehalten werden müssen. Ach, es passiert eben so viel. Und trotzdem bleibt das Tempo bei „Schatzjäger“ hoch. Schön!
Schatzjäger (Queen Games) von Richard Garfield ist für 2 bis 6 Spieler ab 8 Jahren.

Gold Nuggets

Rezension Spielkritik Gold Nuggets Piatnik Reiner KniziaWelch Luftnummer! Das Spielmaterial inklusive der Regel in sieben Sprachen füllt gerade einmal gut 8 Prozent des Raums im Spielekarton. Ein Pappeinsatz, der die 7 Würfel und 77 goldfarbenen Kunststoff-Nuggets trägt, kaschiert die Leere in der Schachtel. Oder soll es vermutlich tun. Nun, immerhin fällt die Materialsuche bei „Gold Nuggets“ nicht ganz so schwer wie die nach den echten Edelmetallklümpchen. Hochkarätiges indes ist nicht enthalten. Weiterlesen

Ein großer Moment

Spiel des Jahres Hanabi AbacusspieleSchaffenspause beendet. Nach einigen Wochen ohne neuen Blogeintrag geht es nun wieder weiter. Und zwar mit einem Rückblick auf die Preisverleihung Spiel des Jahres und Kennerspiel des Jahres. Keine Sorge, ich spule hier nicht die Namen der Gewinner ab. Dass Hanabi und Die Legenden von Andor ausgezeichnet wurden, wird ja eh jeder Leser schon wissen. Ich möchte vielmehr erzählen, welche Szene in Berlin mich besonders beeindruckt hat. Weiterlesen

Kakerlakak

Rezension Spielkritik Kakerlakak Ravensburger Peter-Paul Joopen

Ich liebe meine Kinder. Und ich liebe es zu spielen. Aber nicht immer bleibt die Zeit, um mit meinen Kindern zu spielen. Das findet vor allem mein fünfjähriger Sohn ziemlich doof. Aber er kennt Alternativen: „Dann spiele ich eben gegen mich selbst“, sagt er und dreht Messer, Gabel und Löffel wieder in eine Startaufstellung. Nach den vorangegangenen Partien „Kakerlakak“ hat er immer noch nicht genug von dieser Ungezieferjagd. Ich bin noch nicht ganz heraus aus dem Raum, da ruft er: „Oh nein, ich habe einen Fehler gemacht. Jetzt hat der andere gewonnen.“ Knuffig, dieser Knirps. Auf die Robo-Kakerlake trifft diese Eigenschaft natürlich nicht zu. Aber immerhin sorgt das batteriebetriebene Krabbeltierchen für tollen und kurzweiligen Spielspaß. Weiterlesen

Augustus

Rezension Spielkritik Augustus Hurrican Paolo MoriBingo im Kolosseum. Brot und Spiele mit Schwertern aus Pappe statt aus geschmiedetem Metall. Mit diesem Wettkampf der friedvollen Art hätten im Alten Rom viele Menschenleben gerettet werden können. Doch „Augustus“ kommt rund 2000 Jahre zu spät. Darüber dürfte insbesondere die Redaktion des Hurrican-Verlags froh sein, denn die schlecht strukturierte Regel hätte den Kaiser möglicherweise auf die Idee gebracht, die Verantwortlichen zu den wilden Tieren in die Arena zu schicken. Dabei hat dieses glückslastige Taktikspiel von Autor Paolo Mori durchaus hohen Unterhaltungswert. Weiterlesen

Die Legenden von Andor

Spielkritik Rezension Die Legenden von Andor Kosmos Michael MenzelTarok ist ein fieser Feuerspucker. Dieser Drache knechtet nicht nur die Bewohner im Land Andor, sondern auch die Spieler. Doch diese sagen dem Ungeheuer den Kampf an – gemeinsam als Zwerg, Bogenschütze, Krieger oder Zauberer, jeder einzelne ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten. Um gegen den Endgegner jedoch überhaupt eine Chance zu haben, tut Training Not. Bei „Die Legenden von Andor“ bekommen die Helden in vier Abenteuern zunächst die Gelegenheit, in Keilereien mit Gors, Skralen, Wardraks und Trollen an ihrer eigenen Legendenbildung zu schreiben, ehe sie sich an das fünfte und (vorerst) finale Kapitel herantrauen sollten. Eine fantastische Herausforderung! Weiterlesen

Wie Wolfgang Kramer die Liebe zum Spiel fand

Spieleautor Wolfgang KramerDie Kinder beim Spielen gewinnen lassen? Darf man das? Sollten Eltern das sogar? Spieleforscher Lars Thoms von der Hochschule Dortmund findet nein. Jungen und Mädchen müssten die Erfahrung machen, dass Verlieren zum Leben gehöre. Wer nicht lerne, mit Niederlagen umzugehen, werde schlimmstenfalls zu einem Loser (weitere Infos hier). Einem solchen Schicksal ist Wolfgang Kramer (Foto) eindeutig entronnen. Dabei gab der Erfolgsautor nun preis, dass ihn einst seine Oma immer gewinnen ließ und er dadurch die Liebe zum Spiel fand. Was mir der Stuttgarter zudem über Glück, Ehrgeiz und einen großen Traum verriet, das lest ihr im Interview auf noz.de.

Ritter Vincelot – Angriff auf die Burg

Spielkritik Rezension Ritter Vincelot – Angriff auf die Burg Coppenrath Die Spiegelburg Hase Felix ist auf Weltreise, Prinzessin Lillifee zaubert sich durch ihr Reich und Capt’n Sharky jagt Seeungeheuer – Zeit für einen neuen Coppenrathschen Helden: Ritter Vincelot. Mit seinem magischen Schwert Jaber besteht er so manches Abenteuer. Doch um Prinzessin Paula aus der Festung von Fürst Finster zu befreien, braucht er eine noch eindrucksvollere Waffe: ein Katapult. Du weißt, wie dieses Gerät funktioniert? Dann kennst du auch schon nahezu das komplette Spielprinzip des Geschicklichkeitsspiels „Ritter Vincelot – Angriff auf die Burg“. Weiterlesen