Von ratloser Stille bis hin zu einem wilden Durcheinander von Stimmen und Geräuschen – beim kooperativen Partyspiel Shout The Clue habe ich bereits die unterschiedlichsten Situationen erlebt. Jeweils abhängig von der Anzahl der Mitspieler, der Zusammensetzung der Gruppe sowie der Auswahl der Handicaps. Mal kommt es zum Lachflash, mal herrscht betretendes Schweigen. Was kann ich tun, um die möglichen Reinfälle zu vermeiden?
Reime, Melodien und Persönlichkeiten
Das Prinzip ist einfach: Eine Person rät, alle anderen geben Hinweise. Die Tippgeber unterliegen jedoch individuellen Einschränkungen. Ich darf beispielsweise nur Orte nennen. Oder nur Persönlichkeiten. Darf nur Melodien summen. Oder ausschließlich Wörter nennen, die sich auf den gesuchten Begriff reimen. In großen Runden weiß ich als ratende Person zunächst gar nicht, wessen Antworten ich als Erstes aus den mir entgegenfliegenden Tipps rausfiltern soll. „Fabrik“ – „Straße“ – „Metallic“ – „Carl Benz“. Hier liegt die Lösung auf der Hand: Auto.

In kleinen Runden zu dritt oder viert passiert es hingegen schon mal, dass Tipps eher zögerlich kommen – oder gar nicht. Weil mir beispielsweise keine Idee kommt, mit welchem Geräusch ich „Wolke“ erklären soll. In solchen Momenten wirkt das Spiel zäh. Shout? Ja, was denn? Auch deshalb gilt für Dreierrunden die Regel, dass die Tippgeber aus zwei Kategorien Hinweise geben dürfen – statt nur aus einer. In großen Runden können einzelne Kategorien zwar auch zum Rohrkrepierer werden, aber wegen der Vielzahl der Tippgeber fällt das weniger bis gar nicht ins Gewicht. Und damit ist die Antwort auf die Frage am Ende des ersten Absatzes auch schon gegeben: Spielt Shout the Clue dann, wenn ihr sechs, sieben oder acht Leute seid. Dann wird’s zur Gaudi.
Die Fiaskoleiste bei Shout The Clue
Und übrigens: Gemeinsames Ziel ist es, möglichst viele Begriffe zu erraten. Und es sind zumeist einfache Begriffe. Jedes Wort, das jemand während seiner Sanduhrzeit nicht nennt, lässt den Marker auf der Fiaskoleiste vorrücken. Erreicht er die Bombe, ist das Spiel verloren. Die Zahl der Begriffe, die jede einzelne Person erkennen soll, sowie die Entfernung zur Bombe hängen von der Gruppenstärke ab. Klar ist, dass jeder einmal raten muss. Zudem werden die Plättchen, welche die Einschränkung vorgeben, von Runde zu Runde weitergereicht, sodass alle mal mit jedem im Spiel befindlichen Handicap Tipps geben dürfen.

Mir liegt es vor allem, wenn ich als Einschränkung die Vorgabe habe, nur Verben verwenden zu dürfen. Oder Orte. Oder Wörter, die sich auf den gesuchten Begriff reimen. Diese Handicaps sind alle auf der gelben Seite der Einschränkungsplättchen. Also auf der leichten Seite. Auf der roten Seite steht beispielsweise „Etwas, das gut in eine Hand passt“. Oder „Melodien summen“. Und Letzteres fällt mir nicht nur bei „Wolke“ schwer. Andere indes kommen gerade dabei voll aus sich heraus. Wie gesagt: In großen Gruppen kann Shout The Clue voll einschlagen. In kleineren seltener.
Shout The Clue | Pegasus Spiele | Valery Fourcade | 3 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | 15 Minuten | Spielanleitung | Meine Einschätzung: ★★ (ordentlich, in großen Gruppen: gut)











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